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    <title>Meine Meinung zum Thema</title>
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    <title>Meine Meinung zum Thema</title>
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    <title>eine Jugendliche erfüllt sich einen Traum</title>
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    <description>Heute hatte es in der Zeitung einen Artikel über eine 17jährige, die sich für viel Geld einen absolut wichtigen Traum erfüllt hat: Sie wollte ihre Brust vergrössern lassen. Das ist also das wichtigste und dringendste im Hirn einer so dumpfen jungen Frau. Ich kann das nur noch als dumm bezeichnen. Ein Kollege sagte ihr, mit so viel Geld würde er lieber ein motorrad kaufen. Genau! Ein Motorrad, ein Auto, ein Schiff, eine Weltreise, irgendetwas, was Spass macht!!! Aber doch nicht eine Brustvergrösserung mit Silikon!&lt;br /&gt;
Ich schrieb wieder mal einen Leserbrief, von dem ich nicht erwarte, dass er abgedruckt wird, darum tue ich ihn in bewährter Manier hier rein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel hat mich entsetzt. Meines Erachtens ist in der Entwicklung dieses Mädchens etwas total schief gelaufen, wenn sie mit 10,000 sFr nichts besseres anzufangen weiss, als sich unters Messer zu legen (gut, der Preis für eine Brustvergrösserung ist auch ziemlich daneben, viel zu hoch, würde ich meinen), sich etwas Künstliches implantieren zu lassen und eine unnötige Narbe für den Rest des Lebens in Kauf zu nehmen.&lt;br /&gt;
In anderen Worten, ich kann es absolut nicht nachvollziehen. Was ist der Antrieb? Schöner aussehen, wozu? Zum mehr geliebt zu werden? Es ist an den Eltern, dem Kind zu sagen, dass Schönheit keine Garantie für mehr Liebe ist! In diesem Alter hatte ich ganz andere Träume für meinen grossen Lebensentwurf, ich wollte weit reisen, mich gut ausbilden, ja, auch Motorrad fahren lernen und so vieles mehr, meine Liste war ellenlang! Ich war auch nicht perfekt gebaut, aber das zu ändern war absolut keine Priorität, es kam mir nicht mal in den Sinn. Wenn man nicht in diesem Alter Träume und Ehrgeiz hat, wann dann? Das ist doch die sogenannte Sturm und Drang Zeit des Menschen! Die Aerztin hatte schon recht, nach der Freizeitbeschäftigung zu fragen. Sie konnte es wohl auch nicht glauben, dass eine Jugendliche derart stumpfsinnig ist.&lt;br /&gt;
Da wächst man so privilegiert auf in einem so reichen Land, das einem alle Möglichkeiten offen hält, und was macht man damit? Nichts! Eine Brustvergrösserung. Unglaublich</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 sirano</dc:rights>
    <dc:date>2010-02-13T22:02:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sirano.twoday.net/stories/6129520/">
    <title>Armut in der Schweiz</title>
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    <description>Mit grosser Regelmässigkeit wird dieses Thema vor allem am Anfang des Jahres aufgenommen, ohne meines Erachtens wirklich aussagekräftig zu sein. Eine Budgetberaterin hat nun endlich mal genauer definiert, was damit gemeint ist. Sie schreibt, dass es Leute gibt, die nur Aktionen kaufen, die ständig am Rechnen sind und trotz Budgeterstellung nicht mit ihrem Geld durchkommen.&lt;br /&gt;
Ihrer langjährigen Erfahrung kann ich nicht gut widersprechen, trotzdem kann ich mir immer noch nicht vorstellen, was denn genau dazu führt, dass man knapp rechnet und trotzdem nicht durchkommt - abgesehen vom Beispiel des Tagi vor zwei Wochen mit dieser Mutter, deren Alimente gekürzt wurden. Mütter arbeiten fast überall auf der Welt und haben es immer getan; Kinder haben müsste aus meiner Sicht kein Grund für Armut sein, aber nicht erwerbstätig sein ist sicher einer. Wer sagt denn immer, dass eine Mutter ausschliesslich für ihr Kind da sein muss, sonst nimmt dieses Schaden? All diese bürgerlichen Mutterverherrlicher sollen mal aufhören mit dem Schrott. In Spanien z.B. haben immer alle Frauen gearbeitet, da gabs gar nichts anderes, und trotzdem sind dort nicht alle Kinder gestört, im Gegenteil. Sie sind sogar meistens sozialer als bei uns. Was eher fehlt, ist eine billige Kinderbetreuung, damit die Mütter arbeiten gehen können und dazu gezwungen werden können.&lt;br /&gt;
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand, der Geld verdienen will, keine Gelegenheit dazu findet. Ich habe schon vor zwanzig Jahren als Studentin (und deshalb Ungelernte) immer irgendwas gearbeitet, nie musste ich das Geld zählen. Meine Ansprüche waren damals einfach tiefer, sowohl an meinen Lebenskomfort als auch an die Arbeit selber.&lt;br /&gt;
Wenn jemand also eine zu knappe Altersrente bekommt, sieht die Sache anders aus als bei den Müttern. Aber auch im Alter kann man noch etwas Sinnvolles beitragen und zu Geld kommen, ich persönlich mach mir da keine Gedanken. Ich stelle mir vor, dass ich im Alter zum Beispiel eine Pension haben werde. Denn Betten machen und WC putzen sollte ich auch im hohen Alter noch können. Aber in der Schweiz muss man das nicht mal! Man kann ja Ergänzungsleistungen beantragen! Also wo ist das Problem? Diese können natürlich nicht so üppig ausfallen, dass man nachher das Geld mit vollen Händen ausgeben kann, aber arm muss man ja dann nicht mehr sein.&lt;br /&gt;
Statt immer den Staat in die Pflicht nehmen zu wollen, wie es z.B. die Caritas nun tun will, sollte man probieren, die Leute zu motivieren, sich selbst zu helfen. Zustände wie in den USA wollen wir zwar alle nicht, aber ein wenig mehr amerikanische Einstellung zur Selbsthilfe würde nicht schaden.</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 sirano</dc:rights>
    <dc:date>2010-01-09T22:24:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sirano.twoday.net/stories/6090613/">
    <title>Schweizerischer Verband für Pferdesport zwingt uns Abo auf</title>
    <link>http://sirano.twoday.net/stories/6090613/</link>
    <description>Der Verband zwingt neu alle Freizeitreiter, ihr 16 mal pro Jahr erscheinendes Bulletin zu abonnieren, und das kostet 50 sFr im Jahr. Auf meine Klage hin bekam ich einen vorgefertigten Brief, wo sie nochmals schrieben, dass sie ihre Informationspflicht wahrnehmen wollen. Es ist ihnen offenbar nichts besseres eingefallen, als uns mit Altpapier zuzumüllen. Daraufhin hab ich nochmals dem Präsident geschrieben, aber ich bin sicher, ich erhalte nun keine Antwort mehr:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr geehrter Herr Trolliet&lt;br /&gt;
Danke für Ihre rasche Antwort (wenn auch standardisiert und nicht bezugnehmend auf meinen Brief) bezüglich meiner Klage wegen des Zwangsabonnements des Bulletins. Mir geht es nicht ums Geld, sondern ums Prinzip. Dem Verband jedoch scheint es nur ums Geld zu gehen.&lt;br /&gt;
Wenn Sie uns wirklich informieren wollten, gäbe es bessere und effizientere Wege. Es sieht aber offensichtlich so aus, dass es dem Verband nur ums Geld geht. Sie wollen mehr Leser für das Bulletin, damit Sie die Inserate teurer verkaufen können. Damit auch jeder merkt, dass er im Bulletin ein Inserat aufgeben kann, haben Sie gleich ein entsprechendes Formular beigelegt.&lt;br /&gt;
Jedoch können auch Sie sich nicht gegen den Lauf der Zeit stellen, und der ist gegen die Printmedien und für das internet. Sie werden keinen Erfolg haben mit der Strategie, auf diese Art mehr Inserate zu verkaufen. Warum sagen Sie nicht ehrlich, dass Sie mehr Geld von uns wollen? Das mit der Information ist total fadenscheinig.&lt;br /&gt;
Anscheinend will ja der Verband möglichst alle Reiter irgendwie abholen und erreichen, z.B. über die Vereinspflicht. Mit Ihrer Strategie aber erreichen Sie zumindest bei Leuten wie mir das Gegenteil: ich werde jetzt probieren, ohne das eingelöste Brevet durchs Jahr zu reiten. Zehn Franken mehr für das Brevet hätte ich bezahlt, aber ich lasse mich nicht gern ausnehmen. Das Nenngeld wird ja auch immer teurer, wozu noch irgendwo starten? Ich kann auch ohne sein, ich hab keine Lust mehr.&lt;br /&gt;
Sollte der Verband nicht UNSERE Interessen wahrnehmen? Das Gegenteil ist der Fall, meiner Meinung nach.&lt;br /&gt;
Apropos Startmöglichkeiten: Alle Anlässe, bei denen der Verband pro Startenden Geld kassiert, wären unmöglich ohne unseren Gratiseinsatz für viele viele Stunden. Bitte vergessen Sie das nicht.</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 sirano</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-13T16:59:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sirano.twoday.net/stories/6068727/">
    <title>Heute ist ein schlechter Tag</title>
    <link>http://sirano.twoday.net/stories/6068727/</link>
    <description>Heute ist das gesamte Abstimmungsresultat gegen meine Meinung gewesen. Ich kann es noch gar nicht fassen. Allen voran die blöde Minarett Initative, die man gar nicht hätte zulassen sollen. Es ist doch so etwas von egal, ob eine Moschee ein Minarett hat oder nicht, und es sieht jedenfalls besser aus als der Schornstein einer Kehrichtverbrennungsanlage. Ich bin auch kein Freund vom Islam, so wie ich ja gegen jede Religion bin. Aber wenn es die nun schon gibt, und Kirchtürme gibt es ja auch genug, und offenbar brauchen manche Leute Religion.... also dann sollte man das in einem säkulären Staat zulassen. Oder sind wir das nicht? &lt;br /&gt;
Aber noch ärgerlicher ist das mit dem Waffenexportverbot. Es wurde abgelehnt. Die Schweizer haben kein Problem, wenn wir weiterhin Waffen exportieren und damit Geld verdienen. Die Asylanten aus den Kriegsgebieten aber will man dann doch lieber nicht hier haben, so sie es überhaupt bis hierher schaffen. Bravo, tolle Leistung eines &quot;neutralen&quot; Staates. Unser bester Kunde letztes Jahr war Saudiarabien (dort stehen übrigens ganz viel Minarette, ha ha). Ein Musterstaat in Sachen Bürgerrechte, jawohl. Darum guter Kunde.&lt;br /&gt;
Schlussendlich wurde ein Bauer zum Regierungsrat gemacht. Ich hab nichts gegen Bauern. Aber die sollen lieber die Scholle bearbeiten und den Stall ausmisten, das können sie am besten. Regieren, und dann noch die Verantwortung der grössten kantonalen Wirtschaft übernehmen, das traue ich keinem Bauern zu. Aber seine Vorgängerin, eine ungelernte Hausfrau, war ja auch nicht besser. &lt;br /&gt;
Ja, heute würde ich gern auswandern aus diesen Idiotenland. Aber wohin? Es ist nirgends besser, im Gegenteil. In anderen Ländern, wenn ich so schaue, sieht es noch viel schlimmer aus (Deutschland, die Steuern!!! Die tiefen Löhne! Ebenso Oesterreich. Oder Italien! Berlusconi, jetzt wird mir gleich schlecht, ich muss kotzen)&lt;br /&gt;
Ich schau am besten einfach für mich, dass ich glücklich und zufrieden bin, alles andere soll mir egal sein. Kann eh nichts ändern.</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 sirano</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-29T20:29:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sirano.twoday.net/stories/6055812/">
    <title>Elender Eigenmietwert</title>
    <link>http://sirano.twoday.net/stories/6055812/</link>
    <description>In der Schweiz haben wir die blöde, einmalige Einrichtung, dass diejenigen, die ein Haus oder eine Wohnung kaufen, ein fitkives Einkommen darauf versteuern müssen, weil man davon ausgeht, dass die Käufer Geld sparen, da sie weniger Zinsen zahlen als Mieter. Der Einfachheit halber hat das Steueramt bei uns 30 Häuser gleich hoch bewertet und mir so ein Zusatzeinkommen versteuert von über 24000 sFr, das ich natürlich nie verdient habe.  ich habe das nun einfach mal runtergesetzt auf den Betrag, den ich denke, den ich auch bekommen würde, wenn ich mein Haus vermieten würde. Erwartungsgemäss wurde das nun abgelehnt. Jetzt habe ich mal dem Steueramt online geschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebes Steueramt! Ich habe gerade Bescheid bekommen, dass meiner Bitte um Reduktion des Eigenmietwerts nicht entsprochen wird. Ich finde, es ist zu einfach, alle Häuser der gleichen Zone über einen Leisten zu schlagen, egal ob sie nah oder fern der Hochspannungsleitung liegen. Bei einer Vermietung würde sich auch niemand für die Zonen interessieren, da gilt nämlich nur der Marktpreis, und der ist doch auch individuell. Darum will ich nun Beschwerde einreichen, aber weiss nicht, wie. Ich hoffe, eine erste Beschwerde ist für mich als Bürgerin gratis! Noch etwas zu meiner Sicht der Dinge: Ich habe meine BVG auszahlen lassen für das Haus und diese natürlich versteuert. Ich habe meine Lebensversicherung dort reingesteckt und logischerweise vorher versteuert. Den Eigenmietwert eimpfinde ich als eine zusätzliche Bestrafung für die sparsamen Hausbesitzer und wird hoffentlich bald abgeschafft. Aber wenn es denn schon sein muss, dann bitte fair und individuell! Bei mir ist die Schätzung meines Erachtens viel zu hoch. Ich bitte um baldige Antwort. Danke sehr und beste Grüsse&lt;br /&gt;
... Nicht, dass ich denke, dass ich viel Erfolg habe, aber wenn man sich nicht wehrt, dann hat man garantiert noch viel weniger Erfolg. Kruzifix nochmal!!!</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 sirano</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-22T22:11:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sirano.twoday.net/stories/5867387/">
    <title>Der grausame Charakter des Menschen</title>
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    <description>Am 10.7.09 schrieb Wolfgang Sofsky einen Artikel zu obigem Thema aus aktuellem Anlass: In München hatten drei schweizer Jugendliche etliche Passanten grundlos zusammengeschlagen, einen davon derart, dass sein Gesicht rekonstruiert werden musste (!!!) und dieser wahrscheinlich erblinden wird, geschweige denn noch ein normales Leben führen kann. Dies passierte auf einer Schulreise nach genügend Alkoholkonsum. Die Oeffentlichkeit ist schockiert und hofft auf harte Strafen. Die Jugendlichen waren nicht aus sogenannt schwierigen Verhältnissen gekommen, gehören jedoch aus meiner Sicht gleichwohl zu den Verlierern, da sie ein zehntes Schuljahr absolvierten, was in der Schweiz als Abstellgleis für solche ohne Lehrstelle gesehen wird.&lt;br /&gt;
Egal. Wie auch immer die Verhältnisse sind, entschuldbar sind die Taten natürlich nicht. Man fragt sich jedoch, warum die Schläger noch auf ihr Opfer einprügelten, als es schon wehrlos am Boden lag. Wie kann man eigentlich jemandem einfach so mit voller Wucht ins Gesicht treten, ohne Hemmungen?&lt;br /&gt;
Dann erschien eben jeder Artikel von Sofsky. Er beschreibt Sadisten, die gerne andere Menschen quälen. Er stellt sich vor, dass solche Leute mit Vorliebe einen Beruf wählen, wo sie andere überwachen und bestrafen können. Grausamkeit zielt auf vollkommene Macht über andere. Dabei steht nicht der Wunsch nach Töten im Vordergrund, sondern der Genuss der Ohnmacht des Opfers angesichts der Willkür des anderen und der Unvorhersehbarkeit der kommenden Pein. &lt;br /&gt;
Der Schinder begeht das Böse nicht um des Bösen willen. Er findet Gefallen daran, frei zu sein von Moral, Gesetz, Scham, Mitgefühl. Er fühlt sich frei von Recht und Unrecht, und neben Geltungsdrang kann auch einfach Langeweile der Antrieb zur Grausamkeit sein. Neben hochmütigen oder untertänigen Menschen sind vor allem feige Menschen gefährdet, grausam zu sein. Feige stürzen sie sich auf das Opfer, wenn es schon wehrlos am Boden liegt und ihnen der &quot;Sieg&quot; sicher ist. Sie lassen so für einmal ihre ängstliche Existenz hinter sich. &lt;br /&gt;
Wie Sofsky in seinem Buch &quot;Das Buch der Laster&quot; im Kapitel &quot;Grausamkeit&quot; die Folter beschreibt, ist fast nicht zu lesen, so schrecklich ist es geschrieben.&lt;br /&gt;
Und dennoch - ich frage mich, ob man die oben beschriebene Tat damit erklären kann. Feige, ja, das waren die drei, die also in der Ueberzahl waren und den Ueberraschungseffekt auf ihrer Seite hatten. Aber sie haben einfach zugeschlagen und nicht mehr aufgehört, nicht langsam gefoltert. Was fehlte? Einer von ihnen war ein absoluter Sportler, beliebt, geregeltes Heim, kein Scheidungskind. Leserbriefschreiber meinen, das sei die fehlende Erziehung gewesen. Dem möchte ich mich in diesem Moment auch anschliessen.&lt;br /&gt;
Schliesslich haben wir Regeln erfunden, damit das Zusammenleben untereinander funktioniert, und diese Regeln richten sich nicht nach dem Recht des Stärkeren. Da diese Regeln nicht &quot;natürlich gegeben&quot; sind, muss man sie erlernen. Und das sollte in jungen Jahren daheim passieren.</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 sirano</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-08T22:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sirano.twoday.net/stories/5804857/">
    <title>Junge Pferde springen lehren</title>
    <link>http://sirano.twoday.net/stories/5804857/</link>
    <description>Im Umgang mit jungen Pferden brauchts bekanntlicherweise ziemlich Erfahrung mit Pferden. Darum gilt der Spruch: alte Pferde - junge Reiter, junge Pferde - alte Reiter. &lt;br /&gt;
Pferde sind einfach gestrickte Wesen, die eigentlich Sicherheit suchen und geführt werden wollen und sich dabei wünschen, dass ihre Sicherheit physisch garantiert ist, ohne dass sie Entscheidungen treffen oder Verantwortung übernehmen müssen. Gar nicht so viel anders wie viele Menschen.&lt;br /&gt;
Aber hier gehts mir um das Fühen der Pferde beim Springen. Sie springen nämlich nicht, wenn sie dem Reiter nicht vertrauen. Darum muss der Reiter die Sicherheit vermitteln, dass das geht und nichts passiert. Das Pferd lernt, dass es dem Reiter vertrauen kann und macht ihm den Gefallen, sich über die Hindernisse führen zu lassen.&lt;br /&gt;
Wenn der Reiter nun das Pferd in eine gefährliche Situation bringt und nicht vorbereitet, dann kann das Pferd das Vertrauen verlieren und sich verweigern. Auch kann es sein, dass das Pferd mit dem erfahrenen Reiter alles springt, aber mit einem unerfahren Reiter nicht geht. Wir tendieren dann dazu, dem Tier die Schuld zu geben, dabei liegt sie bei uns. Die Pferde halten uns einen Spiegel vor, wie souverän wir führen können und auftreten. Sie lassen sich hierbei nicht täuschen, sie merken unsere Unsicherheit sofort.</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 sirano</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-05T21:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sirano.twoday.net/stories/5754773/">
    <title>Der heutige Artikel im Kulturteil über das &quot;Elite-Sperma&quot;</title>
    <link>http://sirano.twoday.net/stories/5754773/</link>
    <description>Ich bin vollkommen einverstanden mit dem Artikel von Philipp Sarasin. Ich finde, eines der nobelsten Aufgaben des Staates ist es, für gute und breite Bildung der Bevölkerung zu sorgen. Ich persönlich hatte das &quot;Glück&quot;, in einer ausländischen deutschen Schule das Abitur zu machen, zusammen mit 95% der Schüler meines Jahrgangs! In anderen Worten, praktisch alle wurden bis zum 12. Schuljahr mitgeschleppt. Trotzdem war mein Abitur nicht hervorragend, man würde also meinen, ich war weniger als nur eine mittelmässige Schülerin. Das habe ich auch bemerkt, als ich mit diesem Abitur an einer schweizerischen Hochschule zu studieren anfing; ich war keinesfalls auf dem gleichen Niveau wie die schweizer Maturanden! Aber ich hab mich gefangen, ich habs geschafft, das Studium zu beenden. Gerade in Mathe war ich ein absoluter Spätzünder, ich begriff dieses Fach erst im Alter von über 20. Dafür hats dann richtig Spass gemacht.&lt;br /&gt;
Durch dieses persönliche Erlebnis geprägt, wünsche ich mir, dass in der Schweiz eher eine höhere als tiefere Quote von Schülern ans Gymnasium gelassen wird, so wie das in vielen anderen europäischen Ländern der Fall ist. Sonst riskieren wir, dass viele intelligente Menschen unterfordert und schlecht ausgebildet eine unbefriedigende Arbeit verrichten müssen, ganz abgesehen von den vom Autor des Artikels erwähnten fehlenden Ingenieuren und anderen Fachkräften.&lt;br /&gt;
Eine Schule wie Eton hingegen kann nicht das Ziel in der Schweiz sein, da das nicht nur eine Elite-Schule in Bezug auf Intelligenz, sondern vor allem (und in erster Linie) in Bezug auf Geld ist. &lt;br /&gt;
Hingegen erwarte ich von einer angehenden Gymnasiastin, dass sie (oder er natürlich) in der Lage ist, im Alter von 11 in korrektem Deutsch zu schreiben, den Dreisatz und alle anderen grundlegenden mathematischen Funktionen zu beherrschen und sich in mindestens einer zweiten Sprache auszudrücken. Ich kenne Beispiele von Prüflingen für das Gymnasium, die diese Fähigkeiten nicht mitbrachten. Hier verstehe ich, wenn die Behörde sagt, dass diese Jugendlichen nicht aufs Gymnasium gehören.&lt;br /&gt;
Die vom Autor beschriebenen sauberen Striche zwischen korrekten Mathelösungen hingegen finde ich lächerlich und absolut sinnlos. Ich hoffe, dies ist nicht die Regel. Ich hoffe hingegen, dass bald ein Umdenken stattfindet in dieser Richtung: Je mehr Jugendliche die Reifeprüfung erlangen, desto erfolgreicher war unser Bildungssystem. Einen besseren Leistungsausweis gibt es meiner Meinung nach für die Behörden nicht!</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 sirano</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-10T21:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sirano.twoday.net/stories/5691009/">
    <title>Der Hund fehlt</title>
    <link>http://sirano.twoday.net/stories/5691009/</link>
    <description>Dieter Bachmann, ein deutscher Schriftsteller (oder Journalist?), der in Italien wohnt, hat letztes Wochenende eine herzzerreissende Story erzählt, wie sein Hund vergiftet wurde. In vielen Regionen Italiens werden offenbar sogenannte polpettas ausgelegt, das sind Fleisch- oder Fettballen, in deren Mitte Gift steckt. Der Hund schlingt von Natur aus alles Essbare runter, ohne zu kosten. Deshalb war der Hündin auch eine erste Vergiftung keine Lehre, sondern sie schnappte auch ein weiteres Mal nach so einem Köder. Den zweiten überlebte sie nicht. &lt;br /&gt;
Wer sind die Menschen, die solche Köder auslegen? Offenbar Hundehasser oder solche, die in den Hunden Konkurrenten auf der Jagd sehen. Jagen ist anscheinend eine Tätigkeit, die in Italien viele Menschen gerne ausüben. Zu dem Zweck wird sogar extra gezüchtet und dann freigelassen (damit man die Tiere nachher wieder abknallen kann, was ist das eigentlich für eine Freizeitbeschäftigung? Dümmer gehts nimmer).&lt;br /&gt;
Dieter Bachmann beschrieb das Leben danach, wie ihm der Hund fehlt. Ich kann das nachvollziehen, weil ich auch einen Hund einschläfern lassen musste, jedoch altershalber, da ich ja in einem Land lebe, wo man sich ein bisschen mehr um Tierschutz bemüht.&lt;br /&gt;
Mir fiel ein, dass meine italienische Kollegin mal erzählte, wie sich ihre Familie in Sizilien einen jungen Hund anschaffte. Keine Ahnung von Tieren hatten die, und deshalb banden sie den Welpen Tag und Nacht hinter dem Haus an. Solche Geschichten tun richtig weh, auch wenn man nicht sentimental ist. Pure Ignoranz in einem Erstweltland.&lt;br /&gt;
In mir kam Verachtung auf für dieses Land mit dieser Kultur. Was läuft hier eigentlich falsch? Ein korruptes Land mit einer komplizierten, ineffizienten Administration, mit hoher Arbeitslosigkeit unter Berufsanfängern, mit einer Bevölkerung, die eine Lachnummer wie Berlusconi tatsächlich ein zweites Mal wählt, ein Land, das die Mafia nicht auszurotten vermag, und eben mit einem enorm komischen Verständnis für Tiere.&lt;br /&gt;
Und als ich letztes Mal in Milano Malpensa ankam und die U-bahn nehmen wollte, konnten sie mir am bedienten Ticketschalter kein Ticket verkaufen, weil ich nur eine 5 Euro Note hatte. Ich musste das Ticket mit Kreditkarte bezahlen, oder ich hätte einfach keins gekriegt. Glaubt man das? &lt;br /&gt;
Anyway, das ging mir alles so durch den Kopf nach diesem Artikel. Jedenfalls frage ich mich, weshalb Dieter Bachmann denn freiwillig in diesem &quot;halben&quot; Rechtsstaat lebt? Spätestens jetzt würde ich eiligst die Siebensachen packen und verduften. Es gibt doch so viele andere, schönere und sicherere Orte auf dieser Welt</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 sirano</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-08T21:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sirano.twoday.net/stories/5612842/">
    <title>Verschärfte Strafen für Jugendliche</title>
    <link>http://sirano.twoday.net/stories/5612842/</link>
    <description>In der Schweiz ist kürzlich ein tragischer Mord an einer erst 16jährigen Frau passiert, ausgeführt von einem erst 20jährigen Mann. Diese Sache rief sofort diejenigen auf den Plan, die für möglichst harte Strafen eintreten und meinen, damit lassen sich solche Fälle in Zukunft verhindern. Dabei genügt ein scheuer Blick Richtung USA, um zu erkennen, dass hohe Strafen noch nie zu Gewaltrückgang geführt haben.&lt;br /&gt;
Nun hat das Magazin im Tagesanzeiger eine Reportage veröffentlicht über einen jugendlichen Delinquenten, der allerdings &quot;nur&quot; Einbrüche begangen hat, aber keine Gewalt gegen Personen. Die Story war stellenweise banal und langweilig, jedoch hat sich klar herauskristallisiert, dass der Auslöser für die &quot;schiefe Bahn&quot; im Alter von 13 Jahren die Scheidung der Mutter vom Stiefvater war, der im Leben dieses Jugendlichen fortan fehlte. Eine solche Verletzung, die Orientierungslosigkeit und Unsicherheit hervorruft, tragen aber nicht nur Jugendliche mit sich rum, auch Erwachsene können unter dem Gefühl von Verlassenheit sehr leiden. Bei beiden aber äussert sich fehlende Geborgenheit individuell verschieden. Die meisten Menschen können irgendwie damit umgehen, manche jedoch werden depressiv, weil sie den Frust gegen sich selber wenden, und andere wiederum werden gegen die Umwelt aggressiv. Dahinter sehe ich nichts anderes als die Unfähigkeit unsicherer, schwacher Menschen, mit belastenden Situationen selber fertigzuwerden.&lt;br /&gt;
Nun soll mir mal jemand erklären, was hier eine strengere Bestrafung ausrichten könnte, abgesehen davon, dass diese Menschen sowieso schon bestraft sind damit, dass sie mit ihrer Situation nicht klarkommen.&lt;br /&gt;
Jedenfalls endete die Story damit, dass der Junge von der Schule flog und von den Behörden in ein Heim eingewiesen wurde, wo er anfing zu kiffen und später zu stehlen. Eine Lehre hat er nicht fertiggemacht, die Schule auch nicht. Er wäre gerne in die Sportschule gegangen, aber das entsprach nicht den Wünschen der Beiständin.&lt;br /&gt;
Während ich auch der Meinung bin, dass potentielle Mörder und Vergewaltiger von der Gesellschaft ferngehalten werden müssen, sollen sogenannte Beistände nicht immer nach den konservativen Werten eines &quot;perfekten Lebens&quot; streben, sprich Schule, Lehre, Heim oder sonstwie geregeltes Leben. Im Fall des beschriebenen Jugendlichen hätte man viel eher den unkonventionelleren Weg nehmen müssen und ihm als Talent die Fussballerschule erlauben sollen. Gerade wenn Jugendliche keinen Halt haben, sollte man am besten dort ansetzen, wo ihre Interessen liegen und nicht die Standardvorstellungen gewisser Amtspersonen als das erstrebenswerteste Leben durchsetzen.&lt;br /&gt;
Dieser Junge hätte vielleicht Erfolg gehabt als Fussballer und wäre dann vielleicht in der Lage gewesen, ein geregeltes Leben zu führen.</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
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    <dc:date>2009-03-28T21:44:00Z</dc:date>
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    <title>Das schweizer Modell im Vergleich zur deutschen Regierung</title>
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    <description>Meine deutschen Arbeitskollegen haben letzte Woche intensiv die Abstimmung vom letzten Wochenende kommentiert. Es hätte sie langfristig auch betroffen, wenn das Volk die bilateralen Verträge mit der EU quasi indirekt gekündigt hätte.&lt;br /&gt;
Aber das Volk ist nicht blöd, man weiss hierzulande ganz genau, woher der Reichtum stammt, von dem die meisten profitieren.&lt;br /&gt;
Wenn es eine solche Abstimmung in Deutschland zur EU Reform gegeben hätte, wäre sie möglicherweise wie in Irland abgelehnt worden, weil die Leute frustriert sind, nicht weil sie gegen die EU sind. Und weil sie nicht gewohnt sind, gefragt zu werden. Und das ist der springende Punkt: Wenn man dem Volk das Gefühl gibt, mitbestimmen zu können (obwohl nur eine Pharse), dann tragen sie die Regierungsentscheide mit und stehen dahinter. Das ist auch in einer Firma so, wo man Mitarbeiter bei einer neuen Struktur involviert und so viel weniger Akzeptanzprobleme hat.&lt;br /&gt;
Das alles kennt Deutschland leider nicht, oder zu wenig. Die Deutschen gehören ihrem Staat und sind obrigkeitsgläubiger als die Schweizer, die meinen, der Staat gehöre ihnen und dürfe auch beliebig kritisiert werden. Ein anderes Staatsverständnis, eine andere Gesellschaftsform.&lt;br /&gt;
Dafür haben viele Deutsche eine dezidierte Meinung, die sie gern und ungefragt ausdrücken. Während in der Schweiz Kritiker die Harmonie stören, wird in Deutschland genau das gern praktiziert. Bei einem Deutschen weiss man meist, woran man ist. &lt;br /&gt;
Das kommt aber in der Schweiz oft schlecht an. Die Deutschen werden oft als Herrenvolk wahrgenommen, die uns überrennen. Sie sind uns zahlenmässig sehr überlegen, so dass wir sehr sensibel sind, wenn sie uns bedrohen.  Das weckt historische Ablehnung, die die Schweiz davor bewahrt hat, ein Teil Deutschlands zu werden oder uns in ein anderes Territorium einzugliedern. Warum ist das für die Deutschen wohl so schwierig zu verstehen bzw. nachzuvollziehen?</description>
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    <dc:date>2009-02-14T20:11:00Z</dc:date>
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    <title>Inder als IT Spezialisten in Europa</title>
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    <description>Man soll ja offen sein für Neues, keine Frage. Die Welt dreht sich, und wir drehen uns mit, ob wir wollen oder nicht.&lt;br /&gt;
Nun haben ja viele Firmen nicht nur ihre Call Center, sondern auch ihre IT service lines nach Indien verlegt, denn dort kosten die sehr gut ausgebildeten Leute nur ein Viertel oder so.&lt;br /&gt;
Ja, aber haben die alles berücksichtigt in ihrer Berechnung? Ich glaube nicht. Ich bin überzeugt, dass die ganze Auslagerung von IT, Buchhaltung und Kundendienst nach Indien ein Fehlentscheid war.&lt;br /&gt;
Erstens der Kulturunterschied. Inder mögen noch so gut ausgebildet sein, sie sind aber dazu erzogen, zu gehorchen und nicht zu hinterfragen. Das kann ganz schön ins Auge gehen.&lt;br /&gt;
Inder, die bei uns eine gewisse Zeit verbringen, um die Firma kennenzulernen, sind hier einsam und unglücklich und entsprechend demotiviert. Es gibt fast keine Möglichkeit, diese Leute bei uns zu integrieren, sie sprechen nur englisch, sind zurückhaltend, wollen nur indisch essen und sind sehr unsicher und scheu. Am liebsten bleiben sie unter ihresgleichen, ich glaube, sie fühlen sich in unserer Gegenwart echt unwohl.&lt;br /&gt;
Dann müssen diese Leute entsprechend ausgebildet werden und brauchen allerlei Spezialspesen, sei es daheim wie hier.&lt;br /&gt;
Es fehlt ihnen auch das Verantwortungsgefühl, sie sind ja nur extern. Wenn etwas falsch verbucht ist, wenn ein System nicht mehr richtig läuft, nachdem sie es manipuliert haben und einen Fehler machten, was stört sie das? Sie wurden nicht dazu ermuntert, Verantwortung zu übernehmen.&lt;br /&gt;
Billig ist nicht immer gleich besser, meist ist es andersrum. Billiger Preis ist billige Qualität. Ich prognostiziere, dass in spätestens zehn Jahren keine Firma mehr ihre Buchhaltung in Indien machen lässt und ihr Herz, nämlich die IT, wieder im Heimatland betreuen lassen wird, weil hier einfach die Leute die gleiche Sprache sprechen und sich verantwortlich fühlen. Auch wenn sie mehr kosten, unter dem Strich sind sie immer noch günstiger, wenn sie weniger Ausfälle produzieren.&lt;br /&gt;
Bin gespannt, ob ich recht habe.&lt;br /&gt;
Nichts gegen Inder und ihre Jobs, die sie dank uns bekommen (sie werden sich eh nicht jahrelang mit einem kleinen Salär zufriedengeben). Aber in einer Generation eine solche Hürde bei der Kultur zu überspringen ist sehr viel verlangt.</description>
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    <dc:date>2008-12-20T20:28:00Z</dc:date>
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    <title>Was ist Glück?</title>
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    <description>In der letzten Zeitung stand, dass einer der Gründe, weshalb wir leben, der sein könnte, dass wir glücklich werden möchten. Gut, über Ansichten lässt sich schlecht streiten, aber immerhin wäre das ein Sinn im Leben: Ich lebe, weil ich glücklich werden möchte, das ist mein Ziel.&lt;br /&gt;
So weit, so gut.&lt;br /&gt;
Ohne zu definieren, was Glück ist, kann man eine solche Aussage jedoch nicht machen. Ich persönlich würde es so definieren: Glücklich bin ich, wenn ich mich rundrum wohl und zufrieden fühle. Wie z.B. jetzt. Ich hatte einen tollen Tag, der mit einem herrlichen Wintermorgenlauf begann und sich durch einen schönen Ritt fortsetzte und von einem tollen indischen Essen in einem Restaurant beendet wurde. Ich fühl mich jetzt wohl, satt, zufrieden und ruhig. Wenn das Glück ist, dann ging das ja einfach.&lt;br /&gt;
Noch besser aber war der Freitag abend: Statt in einem stickigen Restaurant mit den Kollegen das traditionelle Weihnachtsessen zu begehen, hab ich mich im vollen Mondschein aufs Pferd gesetzt und bin gut eingepackt durch die verschneite Landschaft geritten. Das war ein wahnsinnig schönes Gefühl. Selten hab ich mich so wohl und wunschlos gefühlt.&lt;br /&gt;
Also bin ich eigentlich glücklich? Ich glaube schon. &lt;br /&gt;
Alles andere wäre gelogen.&lt;br /&gt;
Aber Glück ist also temporär und limitiert. Man muss sich immer wieder lösen von materiellen Wünschen, von Vorstellungen über &quot;gutes Leben&quot;, von Sorgen über nichts und wieder nichts und von dem perfekten Leben, das einem andere vorschreiben wollen. Die Gesellschaft hat schon ihre fixen Werte und Vorstellungen, wie ein glückliches Leben aussieht. Dem gilt es entgegenzuhalten und zu widerstehen.</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
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    <dc:date>2008-12-14T22:58:00Z</dc:date>
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    <title>Houellebecq: Seine Meinung zu Hunden und Kindern</title>
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    <description>Endlich endlich konnte ich das letzte Buch, das ich von meinem Ex Liebhaber bekam, in Ruhe lesen. Ich verbrachte eine geruhsame Woche in Argentinien beim Polospielen, es war wunderbar. Es war eine erholsame, genussreiche Zeit. Jeden Morgen ein Spaziergang bei bestem Wetter vor dem Frühstück, dann eine Runde stick and ball, eine Runde Schwimmbad und nach dem Mittagessen eine siesta. Am Abend dann jeweils ein paar chukker... so schön kann das Leben sein. Selten kam ich so erholt zurück vom Urlaub, dabei war ich nur eine Woche in Argentinien, eingerahmt von je 17 Flug- und Reisestunden!&lt;br /&gt;
Aber es hat sich gelohnt, obwohl ich den Preis (USD 2000 inkl Kost und Logis) eher als hoch betrachte. Ein Besuch in einem Poloclub und bei einem wichtigen hochprofessionellen Turnier haben mich sehr beeindruckt, zwischendurch wurden wir auch abends mal ausgeführt. Hier scheint man das Leben vor allem zu geniessen! Auch die weniger gut betuchten Leute schienen wenig Stress zu haben, das Land bietet ihnen so viel für so wenig Arbeit.&lt;br /&gt;
Die Pferde waren super, die Leute alle sehr freundlich und angenehm, das Essen super und reichlich. Ein wenig mehr Unterrichtsstunden hätte ich mir gewünscht, und vielleicht ein wenig mehr Leute in meinem Alter, aber letzteres kann man nicht erwarten, man hat einfach Glück oder mehr Zeit zum Lesen.&lt;br /&gt;
Ach, und apropos Preis, in manchen Orten zahlt man gut und gern einen Tausender mehr, wie ich erfuhr. Es ist und bleibt wohl ein Luxussport.&lt;br /&gt;
Und es ist schwer zu lernen, auch wenn man schon reiten kann. Mein Handgelenk jedenfalls weiss es zu schätzen, dass es nun eine Pause hat.&lt;br /&gt;
Man hat jedenfalls was zu erzählen. Aber man hat eben auch viel Zeit zum Ausspannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Houellebecq&apos;s Buch &quot;Die Möglichkeit einer Insel&quot;: Der Ansatz mit der Idee der Neomenschen, die quasi geklont werden, aber gleich ins Erwachsenenalter katapultiert werden, ist reizvoll. Nicht alles war aber logisch, und woher die wilden Menschen kamen, hab ich nicht kapiert, und der Schluss war sehr abrupt, ich erwartete eher, dass er Marie nochmals treffen würde....&lt;br /&gt;
Zwei Absätze fand ich aber sehr bemerkenswert, und die möchte ich jetzt in meinem vernachlässigten blog zitiert haben (natürlich in der Uebersetzung).&lt;br /&gt;
Thema Hund:&lt;br /&gt;
&quot;Die Liebe lässt sich leicht definieren, aber in der Aufeinanderfolge der Lebewesen kommt sie nur selten zustande. Mit den Hunden huldigen wir der Liebe und ihrer Möglichkeit. Was ist ein Hund schon anderes als eine Liebesmaschine? Man stellt ihm einen Menschen vor mit dem Auftrag, ihn zu lieben - und egal, wie hässlich, pervers, verunstaltet oder dumm dieser auch sein mag, der Hund liebt ihn&quot;. Aha, jetzt weiss ich endlich, warum ich auch so ein Stinktier im Wohnzimmer habe.&lt;br /&gt;
Der andere bemerkenswerte Abschnitt zum Thema Vater werden:&lt;br /&gt;
Das Problem war ich. Ich war nicht nur von dem legitimen Ekel erfüllt, der jeden halbwegs normalen Mann beim Anblick eines Babys überkommt, und ich war nicht nur zutiefst davon überzeugt, dass ein Kind so etwas wie ein lüsterner Zwerg mit angeborener Grausamkeit ist, der sogleich die schlimmsten Züge seiner Gattung zum Ausdruck bringt und von dem sich die  Haustiere in weiser Vorsicht abwenden. Hinzu kam noch ein tief in mir verankertes Entsetzen, ein wahres Entsetzen vor dem endlosen Leidensweg, den das Dasein der Menschen darstellt. Der Säugling ist das einzige Lebewesen, das seine Gegenwart unmittelbar nach der Geburt durch unablässige Schmerzensschreie zum Ausdruck bringt, und zwar weil er leidet, weil er auf unerträgliche Weise leidet. Vielleicht liegt es am Verlust des Haarkleids, der die Haut für Temperaturschwankungen so empfindlich macht.... Aha, jetzt weiss ich endlich, warum ich keine Kinder habe, die ekligen Tyrannen.&lt;br /&gt;
Und noch was zum Thema Jugend, die älter wird und den Ernst des Lebens erlebt:&lt;br /&gt;
.... sie bleiben Sklaven ihrer Sprösslinge, die Zeit der Freude ist für sie allemal vorbei, sie müssen sich bis zum Schluss weiter abmühen, unter Schmerzen und mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen, bis sie zu nichts mehr gut sind und als störende, unnütze Greise endgültig zum alten Eisen geworden werden. Ihre Kinder sind ihnen für all das aber in keiner Weise dankbar, ganz im Gegenteil, mögen sich die Eltern auch noch so angestrengt haben, diese Anstrengungen werden immer als unzureichend erachtet und die Eltern, ganz einfach weil sie Eltern sind, als schuldig betrachtet&lt;br /&gt;
Der Autor hatte hier schon ein wenig sehr provokante Ansichten, oder zumindest tat er so. Man muss es Kunst nennen, was der alte Depro Typ da produziert hat.&lt;br /&gt;
Aber wieso schenkte mir wohl mein letzter Angebeteter dieses Buch? Hatte er tatsächlich so viel Abstand zu seinem eigenen Leben? Er hat jedenfalls Geschmack, und er liest offenbar gern anspruchsvolle Literatur. Ich bin beeindruckt, dass er mir so ein Buch schenkte. Aber es passt in die Serie der Bücher, die ich auch sonst noch von ihm bekam.&lt;br /&gt;
Ach, es war schon cool, solche anregenden, unterhaltsamen Bücher geschenkt zu bekommen. Hoffentlich passiert mir das wieder mal.</description>
    <dc:creator>sirano</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 sirano</dc:rights>
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    <title>Finanzkrise - leider nicht zum Lachen</title>
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    <description>Ich bin hier wie alle einfach am Weiterleben und am Geldausgeben wie immer, aber eigentlich suggerieren die Zeitungen, dass gar nichts ist wie immer.&lt;br /&gt;
Während noch vor wenigen Wochen der Stellenanzeiger in meiner Tageszeitung fast dicker war als die Zeitung selber, ist er jetzt empfindlich geschrumpft. Wahrscheinlich warten alle mal zu. Das ist doof, wenn man eine neue Stelle sucht. Ich muss mich wohl gedulden.&lt;br /&gt;
War jetzt eine Woche in Jordanien und hatte Zeit zum Nachdenken. Ich kam darauf, dass der Beruf des Consultants wohl nicht für Frauen geeignet ist. Alle, die jetz losheulen, ich soll aufhören mit dem ewigen Bockmist, die sollen sich mal diese Berater genauer ansehen. Es ist eine Männerclique, die abends zusammen ein Bier trinkt und so die Bande zusammenschweisst. Wer nicht mitkommt, gehört nicht dazu. Nicht richtig, jedenfalls. Er oder sie (meistens eben sie) wird nicht ernst genommen, vor dem Kunden schlecht gemacht oder auch sonst aggresiv behandelt. Nicht nur ich, auch andere Frauen werden manchmal recht herablassend angesehen. Am besten dran ist der mit dem geschliffensten Maul. Und frech und etwas aggressiv dürfen sie sein, die Herren Berater, aber ja nicht die Frauen! Dann sind das gleich Zicken. Scheiss job. Aber zahlt gut. Ich werde es wohl noch eine Weile hier aushalten müssen, wenn ich mich nicht grad in das nächste Abenteuer stürzen möchte, unüberlegt wie meist. Das ist nämlich der Grund für die vielen Wechsel, hab ich auch rausgefunden. Ich evaluiere zu wenig, bevor ich unterschreibe. Sonst hätte ich den jetzigen Job wohl nie angenommen. Beraterin - ich war das schon mal und war schon beim ersten Mal nicht glücklich. Und hei, ich werde langsam alt. Das Spielchen kann man nicht ewig weitermachen!&lt;br /&gt;
Was die Finanzkrise anbelangt, tangiert sie mich sonst nicht. Habe auch ein weiteres Bankkonto eröffnet und mein Geld gestreut. Ich las aber, dass Guthaben gegen die Hypotheken verrechnet werden, also wenn die UBS pleite gehen sollte, dann ist mein Geld dort mindestens nicht verloren. Aber unser lieber Staat schaut schon, dass das nicht passiert. Wirklich? Kann er das? Praktisch, dass gerade eben die neuste Ausgabe für die Armee verweifert wurde. Jetzt können wir Teil dieses Geldes mindestens für was Sinnvolles verwenden. Trotzdem - die UBS is too big to fail und too big to rescue, das glaub ich auch. Wenn die untergeht, dann haben wir hier ein Erdbeben. Dann wird es echt ungemütlich für alle Schweizer. Hilfe, hoffentlich nicht. Aber ich las auch, dass nur Krisen uns zwingen, vom normalen Weg abzukommen und etwas neues zu probieren. Krise in chinesisch schreibt sich &quot;Gefahr  und Chance&quot;, also die beiden Zeichen. Ich hoffe es!</description>
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