Wenn Eltern zu sehr lieben und Lehrer zu wenig führen
Der Titel stammt aus einem Artikel vom 24.6., der ein Buch eines Psychiaters aus Bonn vostellt. Titel des Buches: Warum unsere Kinder Tyrannen werden. Unterdessen hat es natürlich gleich Leserbriefe gehagelt.
Es geht in diesem Buch darum, dass die Eltern unserer heutigen Zeit sehr oft die Kinder zu Partnern machen und damit überfordern. Der Autor stellt fest, dass unter den heutigen Kindern viel mehr Verhaltensauffällige zu finden sind. Er meint, dass viele unter Narzissmus leiden, den Entwicklungsstand dieser Kinder vergleicht er mit dem Niveau eines Zweijährigen. Michael Winterhoff findet, dass das neurobiologische Training, das Menschen zu sozialkompetenten, leistungsfähigen und frustrationsresitenten Wesen macht, häufig nicht mehr stattfindet. Der frühere autoritäre Erziehungsstil machte Kinder viel kaputt und zu devoten Persönlichkeiten, aber dann kamen die 68er Jahre und damit eine Erziehung, die Kinder zu Selbständigkeit und Eigenverantwortung anleitete. Dann kam der Wohlstand. Das Kind wurde zum Partner, das alles haben soll und überall mitentscheiden soll. Damit ist es überfordert, denn ein Kind kann das noch gar nicht. Mütter treten in eine symbiotische Beziehung zu ihren Kindern, das Kind soll die Eltern lieben, erfüllen, damit ergibt sich eine Machtumkehr. Das Kind lässt die Eltern rennen, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Somit dürfen Kinder auch frech sein, Grenzen überschreiten, ohne das eingegriffen wird. Im Gegenteil, es wird alles getan, damit das Kind zufrieden ist.
Das zeigt sich auch in der Schule, wo Grundschulkinder partnerschaftlich angeleitet werden sollen (so die elterlichen Erwartungen). Dabei bräuchten Kinder klare Anweisungen einer starken Lehrperson (was nicht das gleiche ist wie Befehle). So können Kinder auch nicht Interessen entwickeln und lernen, dafür ernsthaft zu arbeiten.
Aus diesem Grund sinkt das schulische Niveau kontinuierlich. Das glaube ich gern, wenn ich selber sehe, wie schwach viele heutige Kinder in Mathe und Rechtschreibung sind. Und trotzdem jammern die Eltern immer, wie überfordert die Kinder in der Schule sind. Ich weiss nicht. Wir hatten von Anfang an zweisprachigen Unterricht, mit 10 Jahren kam Englisch dazu und mit 12 Jahren Latein, ausserdem Chemie, Physik, Biologie.... Wir waren irgendwie nicht überfordert. Daneben haben wir noch ein paar Musikinstrumente gelernt und Sport gemacht.
Die alte Leier, früher war alles besser, möchte ich auch nicht anstimmen. Und trotzdem, was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmermehr..... ich glaube schon, dass das stimmt.
Die Leserbriefe, die obiger Artikel auslöste, gingen auch prompt in die Richtung, die Winterhoff anprangert: Von wegen, ein Kleinkind sei keine eigenständige Persönlichkeit!!!
Na ja, warten wir mal ab, wie sich die verzogenen Bälger in den Arbeitsprozess einfügen werden. Und ansonsten müssen wir halt noch mehr Inder holen. Die fackeln nicht lang bei der Kindererziehung, aber das hat letzteren offenbar nicht geschadet.
So wie es auch mir nicht geschadet hat, dass ich kein Wohlfühlklima daheim hatte. Zwar fehlte die psychologische Stütze, vor allem in der Pubertät. Jedoch werden auch Kinder, die wie oben beschrieben erzogen sind, sich nicht an ihre Eltern anlehnen können/wollen. Sie werden ihre Eltern als schwach einstufen und somit nicht verlässliche Ratgeber. Sie werden vielmehr ihre Eltern als Spielball ihrer Interessen benutzen und bei Bedarf auch mal erpressen (einfach zu bewerkstelligen: Das Kind droht mit Liebesentzug. Verkehrte Welt, früher drohte die Mutter mit Liebesentzug).
Es geht in diesem Buch darum, dass die Eltern unserer heutigen Zeit sehr oft die Kinder zu Partnern machen und damit überfordern. Der Autor stellt fest, dass unter den heutigen Kindern viel mehr Verhaltensauffällige zu finden sind. Er meint, dass viele unter Narzissmus leiden, den Entwicklungsstand dieser Kinder vergleicht er mit dem Niveau eines Zweijährigen. Michael Winterhoff findet, dass das neurobiologische Training, das Menschen zu sozialkompetenten, leistungsfähigen und frustrationsresitenten Wesen macht, häufig nicht mehr stattfindet. Der frühere autoritäre Erziehungsstil machte Kinder viel kaputt und zu devoten Persönlichkeiten, aber dann kamen die 68er Jahre und damit eine Erziehung, die Kinder zu Selbständigkeit und Eigenverantwortung anleitete. Dann kam der Wohlstand. Das Kind wurde zum Partner, das alles haben soll und überall mitentscheiden soll. Damit ist es überfordert, denn ein Kind kann das noch gar nicht. Mütter treten in eine symbiotische Beziehung zu ihren Kindern, das Kind soll die Eltern lieben, erfüllen, damit ergibt sich eine Machtumkehr. Das Kind lässt die Eltern rennen, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Somit dürfen Kinder auch frech sein, Grenzen überschreiten, ohne das eingegriffen wird. Im Gegenteil, es wird alles getan, damit das Kind zufrieden ist.
Das zeigt sich auch in der Schule, wo Grundschulkinder partnerschaftlich angeleitet werden sollen (so die elterlichen Erwartungen). Dabei bräuchten Kinder klare Anweisungen einer starken Lehrperson (was nicht das gleiche ist wie Befehle). So können Kinder auch nicht Interessen entwickeln und lernen, dafür ernsthaft zu arbeiten.
Aus diesem Grund sinkt das schulische Niveau kontinuierlich. Das glaube ich gern, wenn ich selber sehe, wie schwach viele heutige Kinder in Mathe und Rechtschreibung sind. Und trotzdem jammern die Eltern immer, wie überfordert die Kinder in der Schule sind. Ich weiss nicht. Wir hatten von Anfang an zweisprachigen Unterricht, mit 10 Jahren kam Englisch dazu und mit 12 Jahren Latein, ausserdem Chemie, Physik, Biologie.... Wir waren irgendwie nicht überfordert. Daneben haben wir noch ein paar Musikinstrumente gelernt und Sport gemacht.
Die alte Leier, früher war alles besser, möchte ich auch nicht anstimmen. Und trotzdem, was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmermehr..... ich glaube schon, dass das stimmt.
Die Leserbriefe, die obiger Artikel auslöste, gingen auch prompt in die Richtung, die Winterhoff anprangert: Von wegen, ein Kleinkind sei keine eigenständige Persönlichkeit!!!
Na ja, warten wir mal ab, wie sich die verzogenen Bälger in den Arbeitsprozess einfügen werden. Und ansonsten müssen wir halt noch mehr Inder holen. Die fackeln nicht lang bei der Kindererziehung, aber das hat letzteren offenbar nicht geschadet.
So wie es auch mir nicht geschadet hat, dass ich kein Wohlfühlklima daheim hatte. Zwar fehlte die psychologische Stütze, vor allem in der Pubertät. Jedoch werden auch Kinder, die wie oben beschrieben erzogen sind, sich nicht an ihre Eltern anlehnen können/wollen. Sie werden ihre Eltern als schwach einstufen und somit nicht verlässliche Ratgeber. Sie werden vielmehr ihre Eltern als Spielball ihrer Interessen benutzen und bei Bedarf auch mal erpressen (einfach zu bewerkstelligen: Das Kind droht mit Liebesentzug. Verkehrte Welt, früher drohte die Mutter mit Liebesentzug).
sirano - 6. Jul, 17:44
