Mehr nach rechts?
Was ist nur mit mir los? Wieso denke ich nicht mehr „nur“ links, reflexartig, wie früher? Hat es damit zu tun, dass ich schon seit sechs Jahren nicht mehr unter dem Einfluss meines damaligen, sehr linken Freundes bin? Oder ist es ein Reifeprozess? Jedenfalls ist für mich im Moment die schweizerische SP nur noch nervend.
Eine linke Polizeidirektorin für die „Weltstadt Zürich“, da würde man doch meinen, toll – endlich mehr Toleranz, weniger Spiessbürgertum. Aber weit gefehlt! Eine ehemalige Französischlehrerin hält sich strikt ans Gesetz. Sie schliesst Clubs wegen Drogen und Schwulentreffs wegen der Darkrooms. Das Gesetz sieht nämlich nicht vor, dass man Sex in einer „Gaststube“ hat (ich wette, die gute Frau war schon lang nicht mehr in einem Club – Gaststube, dass ich nicht lache). Jedenfalls, wen störts, frage ich mich? Und wegen der Drogen (es gelang noch nie der grosse Fang, man hat jeweils schon recht kleine Mengen sichergestellt bei den Razzien) – hatte nicht mal die Linke propagiert, es soll jeder so glücklich werden, wie er will? Und jeder sei frei, seine Gesundheit zu ruinieren? Dass die willkürliche Unterscheidung zwischen legaler Drogen wie Alkohol und Tabak und Kokain nur aus einem bürgerlichen, völlig überholten Traditionsverständnis kommt? Und nun werden die kleinen Kiffer gebüsst, ja verurteilt, abgeschleppt, verhaftet. Lächerlich. Ich könnte schreien. Haben wir nichts besseres vor mit unserem Geld?
Ich bin immer noch der Meinung, alle Drogen müssten legal sein. Diese Idee lässt mich jeweils träumen, wie doch die Welt anders aussähe.
Erstens mal würden die Drogenkartelle in Asien und Lateinamerika, aber auch die Profite der Mafia in Italien zusammenschmelzen wie Butter an der Sonne. Ist doch schon mal gut. Ausserdem wäre es für die Bauern mit einem Schlag nicht mehr lukrativ, Mohn anzupflanzen und Coca und was noch alles, sondern vielleicht wieder mal Reis und Weizen für die lokale Bevölkerung? Und es gäbe weniger Kriege, weil viele mit Drogengeld finanziert werden.
In den USA gäbe es bestimmt erstmal einen Anstieg an Drogenkonsumenten. Aber das würde sich einpendeln. Auch beim Kokain gibt es ja die gleiche gesellschaftliche Schranke wie beim Alkohol: Man gehört zwar dazu, wenn man es konsumiert, aber abhängig darf man nicht werden, sonst droht der gesellschaftliche Abstieg, der Verlust der Stelle und natürlich der Gesundheit. Ich meine, wenn all diese Drogen nur zum Schutz der Bevölkerung illegal sind, wieso sind dann nicht alle Leute abhängig von legalen Drogen wie z.B. Alkohol oder auch Medikamenten? Weil eben nicht jeder das Suchtpotential in sich trägt, deshalb. Aber die, die es tragen, die werden Drogen konsumieren, ob legal oder nicht. Nur – legal wäre billiger und sauberer. Wir würden uns alle einen Gefallen tun.
Eine linke Polizeidirektorin für die „Weltstadt Zürich“, da würde man doch meinen, toll – endlich mehr Toleranz, weniger Spiessbürgertum. Aber weit gefehlt! Eine ehemalige Französischlehrerin hält sich strikt ans Gesetz. Sie schliesst Clubs wegen Drogen und Schwulentreffs wegen der Darkrooms. Das Gesetz sieht nämlich nicht vor, dass man Sex in einer „Gaststube“ hat (ich wette, die gute Frau war schon lang nicht mehr in einem Club – Gaststube, dass ich nicht lache). Jedenfalls, wen störts, frage ich mich? Und wegen der Drogen (es gelang noch nie der grosse Fang, man hat jeweils schon recht kleine Mengen sichergestellt bei den Razzien) – hatte nicht mal die Linke propagiert, es soll jeder so glücklich werden, wie er will? Und jeder sei frei, seine Gesundheit zu ruinieren? Dass die willkürliche Unterscheidung zwischen legaler Drogen wie Alkohol und Tabak und Kokain nur aus einem bürgerlichen, völlig überholten Traditionsverständnis kommt? Und nun werden die kleinen Kiffer gebüsst, ja verurteilt, abgeschleppt, verhaftet. Lächerlich. Ich könnte schreien. Haben wir nichts besseres vor mit unserem Geld?
Ich bin immer noch der Meinung, alle Drogen müssten legal sein. Diese Idee lässt mich jeweils träumen, wie doch die Welt anders aussähe.
Erstens mal würden die Drogenkartelle in Asien und Lateinamerika, aber auch die Profite der Mafia in Italien zusammenschmelzen wie Butter an der Sonne. Ist doch schon mal gut. Ausserdem wäre es für die Bauern mit einem Schlag nicht mehr lukrativ, Mohn anzupflanzen und Coca und was noch alles, sondern vielleicht wieder mal Reis und Weizen für die lokale Bevölkerung? Und es gäbe weniger Kriege, weil viele mit Drogengeld finanziert werden.
In den USA gäbe es bestimmt erstmal einen Anstieg an Drogenkonsumenten. Aber das würde sich einpendeln. Auch beim Kokain gibt es ja die gleiche gesellschaftliche Schranke wie beim Alkohol: Man gehört zwar dazu, wenn man es konsumiert, aber abhängig darf man nicht werden, sonst droht der gesellschaftliche Abstieg, der Verlust der Stelle und natürlich der Gesundheit. Ich meine, wenn all diese Drogen nur zum Schutz der Bevölkerung illegal sind, wieso sind dann nicht alle Leute abhängig von legalen Drogen wie z.B. Alkohol oder auch Medikamenten? Weil eben nicht jeder das Suchtpotential in sich trägt, deshalb. Aber die, die es tragen, die werden Drogen konsumieren, ob legal oder nicht. Nur – legal wäre billiger und sauberer. Wir würden uns alle einen Gefallen tun.
sirano - 16. Dez, 00:33
