Kinderarzt bemängelt unser Schulsystem
Der pensionierte Kinderarzt Remo Largo kritisiert in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung unser schweizerisches Schulsystem. Er findet, es favorisiere die Mädchen zu sehr, denn es lege zu viel Wert auf Sozialkompetenz und sprachliche Fähigkeiten, wo die Mädchen naturgemäss besser sind als die Knaben. Und deshalb, findet er, sei es fast nicht möglich, dass die Jungen mit den Mädchen Schritt halten und darum seien immer mehr Buben als Mädchen in den schlechteren Klassen.
Die wichtigste Frage aber hat er nicht beantwortet, die nämlich lautete: Vor vierzig Jahren ging es noch viel mehr um Ordnung, Fleiss, Pünktlichkeit, und trotzdem war der Anteil von Buben am Gymnasium höher als der Mädchenanteil, warum war das so, wenn Angepasstheit und Disziplin nicht eine Stärke der Jungen sind? Dieser Remo Lang findet nämlich, dass wir in der Schuld das Gewicht gar nicht so sehr auf Angepasstheit und mehr auf Individualismus legen sollten. Und dann wären wohl seiner Meinung nach automatisch die Jungen wieder am Aufholen? Ich habe selten so einen Blödsinn gelesen.
Natürlich müssen wir unsere Kinder zu Individualisten erziehen, aber das tun die modernen Eltern schon zur Genüge. In der Schule müssen sie lernen, sich unterzuordnen und einzufügen, denn wenn sie das dort nicht lernen, werden sie in der Arbeitswelt kaum bestehen! Kinder sollen lernen, ihre Meinung ohne Angst zu äussern, was leider nicht grad eine schweizerische Spezialität ist. Aber sie müssen auch lernen, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind und nicht immer machen können, was ihnen passt.
Wenn die Schulfächer zu sprachlastig sind, dann kann man ja ein paar technische Fächer dazutun und besser gewichten, und fertig ist die Geschlechtergleichstellung bei den Schülern. Da muss sonst nichts umgebaut werden an der Schule.
Allerdings muss ich bemerken, dass mir immer wieder zu denken gibt, wenn ich von Jugendlichen Notizen erhalte, die nicht in korrekter Grammatik und Orthographie abgefasst sind. Korrekt Schreiben und Rechnen, das sollten alle können, die in der Pubertät sind! Dafür gehen sie in die Schule, finde ich.
Aber dass immer an der Schule rumkritisiert wird, nervt mich schon. Man lernt fürs Leben, heisst es. In jedem Land sind die Schulsysteme so anders, und trotzdem gibt es in allen Ländern fähige Leute. Was muss jeder, der nicht Lehrer ist, an der Schule rummeckern, nur weil er selber mal dort war oder Kinder hat? Das berechtigt noch lange nicht zu konstruktiver Kritik und Verbesserungsvorschlägen.
Und eben, in den meisten Führungsetagen sitzen mehrheitlich Männer, es gibt also genug Buben, die die Schule trotz Diskriminierung geschafft haben und sogar studiert haben! Es kann nicht so schlimm sein.
Ja, dieser Artikel hat mich geärgert. Ich gebe es zu.
Die wichtigste Frage aber hat er nicht beantwortet, die nämlich lautete: Vor vierzig Jahren ging es noch viel mehr um Ordnung, Fleiss, Pünktlichkeit, und trotzdem war der Anteil von Buben am Gymnasium höher als der Mädchenanteil, warum war das so, wenn Angepasstheit und Disziplin nicht eine Stärke der Jungen sind? Dieser Remo Lang findet nämlich, dass wir in der Schuld das Gewicht gar nicht so sehr auf Angepasstheit und mehr auf Individualismus legen sollten. Und dann wären wohl seiner Meinung nach automatisch die Jungen wieder am Aufholen? Ich habe selten so einen Blödsinn gelesen.
Natürlich müssen wir unsere Kinder zu Individualisten erziehen, aber das tun die modernen Eltern schon zur Genüge. In der Schule müssen sie lernen, sich unterzuordnen und einzufügen, denn wenn sie das dort nicht lernen, werden sie in der Arbeitswelt kaum bestehen! Kinder sollen lernen, ihre Meinung ohne Angst zu äussern, was leider nicht grad eine schweizerische Spezialität ist. Aber sie müssen auch lernen, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind und nicht immer machen können, was ihnen passt.
Wenn die Schulfächer zu sprachlastig sind, dann kann man ja ein paar technische Fächer dazutun und besser gewichten, und fertig ist die Geschlechtergleichstellung bei den Schülern. Da muss sonst nichts umgebaut werden an der Schule.
Allerdings muss ich bemerken, dass mir immer wieder zu denken gibt, wenn ich von Jugendlichen Notizen erhalte, die nicht in korrekter Grammatik und Orthographie abgefasst sind. Korrekt Schreiben und Rechnen, das sollten alle können, die in der Pubertät sind! Dafür gehen sie in die Schule, finde ich.
Aber dass immer an der Schule rumkritisiert wird, nervt mich schon. Man lernt fürs Leben, heisst es. In jedem Land sind die Schulsysteme so anders, und trotzdem gibt es in allen Ländern fähige Leute. Was muss jeder, der nicht Lehrer ist, an der Schule rummeckern, nur weil er selber mal dort war oder Kinder hat? Das berechtigt noch lange nicht zu konstruktiver Kritik und Verbesserungsvorschlägen.
Und eben, in den meisten Führungsetagen sitzen mehrheitlich Männer, es gibt also genug Buben, die die Schule trotz Diskriminierung geschafft haben und sogar studiert haben! Es kann nicht so schlimm sein.
Ja, dieser Artikel hat mich geärgert. Ich gebe es zu.
sirano - 12. Jan, 22:31
