Ehrgeizige Kollegen
Bei der Arbeit kann durchaus ein versteckter Krieg in Gang sein. Ich rede jetzt mal nicht von Mobbing, sondern von ehrgeizigen Kollegen, die alles niederzumähen versuchen, was ihnen in der Sonne steht.
Nun habe ich mich schon mal geäussert zu einem solchen Kollegen, der grad drei Sachen gleichzeitig machen will, warum wohl, um sich zu spüren, um Bestätigung zu haben? Eine Dissertation, ein MBA im Ausland und eine Projektleitung in einem anderen Land als das MBA, wo bleibt da der Spass am Leben? Dass man so was überhaupt in Erwägung ziehen kann und auch als Arbeitgeber nicht die Notbremse zieht... na ja, mir ists egal, ist nicht mein Leben.
Derjenige, der mir jetzt das Leben schwer macht, ist schon mit Leib und Seele in der einen Aufgabe verhaftet, die man ihm gegeben hat. Das ist an und für sich schön und macht ihn zuverlässlich. Trotzdem finde ich den krankhaften Ehrgeiz nicht nachvollziehbar. Woher kommt dieses Verhalten, was ist das Ziel, was der Grund? Erstens setzt er sich selber enorm unter Druck, er will Erfolg haben. Aber ohne Bedenken setzt er dabei auch andere unter Druck, von denen er abhängt. Er macht sich keine Gedanken, ob er die Arbeitskraft der anderen verschleisst oder verschwendet, weil sie wegen nicht ausgedachten Gedanken die gleiche mühsame Arbeit vielleicht mehrmals machen müssen. Er setzt meetings an auch in Randstunden oder sogar in die Mittagspause (da allerdings hatte er keinen Erfolg, bei aller Hierarchiegläubigkeit der Leute), und er macht sich nicht die Mühe, zu checken, ob vielleicht die eingeladenen Personen zur gleichen Zeit noch ein anderes meeting haben. Er kommt zuerst, alles andere interessiert ihn nicht.
Und wenn jemand ein dringendes Problem aufgezeigt hat und er das nicht realisiert und die andere Person, ein Teammitglied (!) sich also an die Lösung macht, dann springt er auf den fahrenden Zug auf, stellt die Weiche anders (in diesem Fall auch ins Abseits, weil wenig durchdacht) und macht detaillierte Pläne, wo fast noch die Pinkelpause fehlt, nur weil eigentlich die Arbeit getan ist und er der Sache aber noch einen eigenen Anstrich geben will. Schlussendlich hat er alles erfolgreich an sich gerissen und kann sich dann im fremden Erfolg sonnen.
Ausserdem steht dieser Person noch ein Kontrolltick im Weg. Vertrauen geben ist nicht möglich, man muss alles selber kontrollieren und noch besser: selber machen. Nur ist man dann jeden Tag bis in alle Nacht im Büro, weil das eben nicht geht (genau dafür sind ja auch Teams konzipiert). Man kann also sagen: Nicht sehr teamfähig, kein guter Leiter.
Aber wehe, er ist mal auf diese Kollegen, auf denen er rumtrampelt, angewiesen! Dann kommt die Quittung unweigerlich. Dieses Verhalten ist also enorm kurzsichtig und für mich deshalb auch nicht nachvollziehbar. Ich verstehe nicht, wie man meinen kann, mit so einem miesen Verhalten durchzukommen.
Und wozu? Daheim warten Frau und Kinder, die nur einmal in diesem Alter sind, aus dem sie schnell rauswachsen werden (jedoch macht er auf Quality time, mit einmal pro Woche gemeinsames Frühstück und so). Hat sich das noch nicht rumgesprochen, dass die Zeit, die verrinnt, nie mehr wiederkommt? Das wir nicht so tun sollen, als würde alles immer so bleiben? Ein Unfall, eine Krankheit von irgendwem, und plötzlich ist alles anders, das Kartenhaus auf Basis dieses krankhaften Ehrgeizes eingestürzt.
Die Triebfeder zu diesem Verhalten ist mir nicht klar. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Vielleicht später.
Nun habe ich mich schon mal geäussert zu einem solchen Kollegen, der grad drei Sachen gleichzeitig machen will, warum wohl, um sich zu spüren, um Bestätigung zu haben? Eine Dissertation, ein MBA im Ausland und eine Projektleitung in einem anderen Land als das MBA, wo bleibt da der Spass am Leben? Dass man so was überhaupt in Erwägung ziehen kann und auch als Arbeitgeber nicht die Notbremse zieht... na ja, mir ists egal, ist nicht mein Leben.
Derjenige, der mir jetzt das Leben schwer macht, ist schon mit Leib und Seele in der einen Aufgabe verhaftet, die man ihm gegeben hat. Das ist an und für sich schön und macht ihn zuverlässlich. Trotzdem finde ich den krankhaften Ehrgeiz nicht nachvollziehbar. Woher kommt dieses Verhalten, was ist das Ziel, was der Grund? Erstens setzt er sich selber enorm unter Druck, er will Erfolg haben. Aber ohne Bedenken setzt er dabei auch andere unter Druck, von denen er abhängt. Er macht sich keine Gedanken, ob er die Arbeitskraft der anderen verschleisst oder verschwendet, weil sie wegen nicht ausgedachten Gedanken die gleiche mühsame Arbeit vielleicht mehrmals machen müssen. Er setzt meetings an auch in Randstunden oder sogar in die Mittagspause (da allerdings hatte er keinen Erfolg, bei aller Hierarchiegläubigkeit der Leute), und er macht sich nicht die Mühe, zu checken, ob vielleicht die eingeladenen Personen zur gleichen Zeit noch ein anderes meeting haben. Er kommt zuerst, alles andere interessiert ihn nicht.
Und wenn jemand ein dringendes Problem aufgezeigt hat und er das nicht realisiert und die andere Person, ein Teammitglied (!) sich also an die Lösung macht, dann springt er auf den fahrenden Zug auf, stellt die Weiche anders (in diesem Fall auch ins Abseits, weil wenig durchdacht) und macht detaillierte Pläne, wo fast noch die Pinkelpause fehlt, nur weil eigentlich die Arbeit getan ist und er der Sache aber noch einen eigenen Anstrich geben will. Schlussendlich hat er alles erfolgreich an sich gerissen und kann sich dann im fremden Erfolg sonnen.
Ausserdem steht dieser Person noch ein Kontrolltick im Weg. Vertrauen geben ist nicht möglich, man muss alles selber kontrollieren und noch besser: selber machen. Nur ist man dann jeden Tag bis in alle Nacht im Büro, weil das eben nicht geht (genau dafür sind ja auch Teams konzipiert). Man kann also sagen: Nicht sehr teamfähig, kein guter Leiter.
Aber wehe, er ist mal auf diese Kollegen, auf denen er rumtrampelt, angewiesen! Dann kommt die Quittung unweigerlich. Dieses Verhalten ist also enorm kurzsichtig und für mich deshalb auch nicht nachvollziehbar. Ich verstehe nicht, wie man meinen kann, mit so einem miesen Verhalten durchzukommen.
Und wozu? Daheim warten Frau und Kinder, die nur einmal in diesem Alter sind, aus dem sie schnell rauswachsen werden (jedoch macht er auf Quality time, mit einmal pro Woche gemeinsames Frühstück und so). Hat sich das noch nicht rumgesprochen, dass die Zeit, die verrinnt, nie mehr wiederkommt? Das wir nicht so tun sollen, als würde alles immer so bleiben? Ein Unfall, eine Krankheit von irgendwem, und plötzlich ist alles anders, das Kartenhaus auf Basis dieses krankhaften Ehrgeizes eingestürzt.
Die Triebfeder zu diesem Verhalten ist mir nicht klar. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Vielleicht später.
sirano - 12. Feb, 07:41
