Finanzkrise - leider nicht zum Lachen
Ich bin hier wie alle einfach am Weiterleben und am Geldausgeben wie immer, aber eigentlich suggerieren die Zeitungen, dass gar nichts ist wie immer.
Während noch vor wenigen Wochen der Stellenanzeiger in meiner Tageszeitung fast dicker war als die Zeitung selber, ist er jetzt empfindlich geschrumpft. Wahrscheinlich warten alle mal zu. Das ist doof, wenn man eine neue Stelle sucht. Ich muss mich wohl gedulden.
War jetzt eine Woche in Jordanien und hatte Zeit zum Nachdenken. Ich kam darauf, dass der Beruf des Consultants wohl nicht für Frauen geeignet ist. Alle, die jetz losheulen, ich soll aufhören mit dem ewigen Bockmist, die sollen sich mal diese Berater genauer ansehen. Es ist eine Männerclique, die abends zusammen ein Bier trinkt und so die Bande zusammenschweisst. Wer nicht mitkommt, gehört nicht dazu. Nicht richtig, jedenfalls. Er oder sie (meistens eben sie) wird nicht ernst genommen, vor dem Kunden schlecht gemacht oder auch sonst aggresiv behandelt. Nicht nur ich, auch andere Frauen werden manchmal recht herablassend angesehen. Am besten dran ist der mit dem geschliffensten Maul. Und frech und etwas aggressiv dürfen sie sein, die Herren Berater, aber ja nicht die Frauen! Dann sind das gleich Zicken. Scheiss job. Aber zahlt gut. Ich werde es wohl noch eine Weile hier aushalten müssen, wenn ich mich nicht grad in das nächste Abenteuer stürzen möchte, unüberlegt wie meist. Das ist nämlich der Grund für die vielen Wechsel, hab ich auch rausgefunden. Ich evaluiere zu wenig, bevor ich unterschreibe. Sonst hätte ich den jetzigen Job wohl nie angenommen. Beraterin - ich war das schon mal und war schon beim ersten Mal nicht glücklich. Und hei, ich werde langsam alt. Das Spielchen kann man nicht ewig weitermachen!
Was die Finanzkrise anbelangt, tangiert sie mich sonst nicht. Habe auch ein weiteres Bankkonto eröffnet und mein Geld gestreut. Ich las aber, dass Guthaben gegen die Hypotheken verrechnet werden, also wenn die UBS pleite gehen sollte, dann ist mein Geld dort mindestens nicht verloren. Aber unser lieber Staat schaut schon, dass das nicht passiert. Wirklich? Kann er das? Praktisch, dass gerade eben die neuste Ausgabe für die Armee verweifert wurde. Jetzt können wir Teil dieses Geldes mindestens für was Sinnvolles verwenden. Trotzdem - die UBS is too big to fail und too big to rescue, das glaub ich auch. Wenn die untergeht, dann haben wir hier ein Erdbeben. Dann wird es echt ungemütlich für alle Schweizer. Hilfe, hoffentlich nicht. Aber ich las auch, dass nur Krisen uns zwingen, vom normalen Weg abzukommen und etwas neues zu probieren. Krise in chinesisch schreibt sich "Gefahr und Chance", also die beiden Zeichen. Ich hoffe es!
Während noch vor wenigen Wochen der Stellenanzeiger in meiner Tageszeitung fast dicker war als die Zeitung selber, ist er jetzt empfindlich geschrumpft. Wahrscheinlich warten alle mal zu. Das ist doof, wenn man eine neue Stelle sucht. Ich muss mich wohl gedulden.
War jetzt eine Woche in Jordanien und hatte Zeit zum Nachdenken. Ich kam darauf, dass der Beruf des Consultants wohl nicht für Frauen geeignet ist. Alle, die jetz losheulen, ich soll aufhören mit dem ewigen Bockmist, die sollen sich mal diese Berater genauer ansehen. Es ist eine Männerclique, die abends zusammen ein Bier trinkt und so die Bande zusammenschweisst. Wer nicht mitkommt, gehört nicht dazu. Nicht richtig, jedenfalls. Er oder sie (meistens eben sie) wird nicht ernst genommen, vor dem Kunden schlecht gemacht oder auch sonst aggresiv behandelt. Nicht nur ich, auch andere Frauen werden manchmal recht herablassend angesehen. Am besten dran ist der mit dem geschliffensten Maul. Und frech und etwas aggressiv dürfen sie sein, die Herren Berater, aber ja nicht die Frauen! Dann sind das gleich Zicken. Scheiss job. Aber zahlt gut. Ich werde es wohl noch eine Weile hier aushalten müssen, wenn ich mich nicht grad in das nächste Abenteuer stürzen möchte, unüberlegt wie meist. Das ist nämlich der Grund für die vielen Wechsel, hab ich auch rausgefunden. Ich evaluiere zu wenig, bevor ich unterschreibe. Sonst hätte ich den jetzigen Job wohl nie angenommen. Beraterin - ich war das schon mal und war schon beim ersten Mal nicht glücklich. Und hei, ich werde langsam alt. Das Spielchen kann man nicht ewig weitermachen!
Was die Finanzkrise anbelangt, tangiert sie mich sonst nicht. Habe auch ein weiteres Bankkonto eröffnet und mein Geld gestreut. Ich las aber, dass Guthaben gegen die Hypotheken verrechnet werden, also wenn die UBS pleite gehen sollte, dann ist mein Geld dort mindestens nicht verloren. Aber unser lieber Staat schaut schon, dass das nicht passiert. Wirklich? Kann er das? Praktisch, dass gerade eben die neuste Ausgabe für die Armee verweifert wurde. Jetzt können wir Teil dieses Geldes mindestens für was Sinnvolles verwenden. Trotzdem - die UBS is too big to fail und too big to rescue, das glaub ich auch. Wenn die untergeht, dann haben wir hier ein Erdbeben. Dann wird es echt ungemütlich für alle Schweizer. Hilfe, hoffentlich nicht. Aber ich las auch, dass nur Krisen uns zwingen, vom normalen Weg abzukommen und etwas neues zu probieren. Krise in chinesisch schreibt sich "Gefahr und Chance", also die beiden Zeichen. Ich hoffe es!
sirano - 19. Okt, 17:59
